advertorial

Wissenswertes zum Dieselskandal: Was bedeutet ein Rückruf für den Verbraucher?

Dieselskandal Rückruf

Wohl kaum ein anderer Industrieskandal hat in der Bundesrepublik so hohe Wellen geschlagen wie der Dieselskandal. Vom Rückruf betroffen sind Millionen von Fahrzeugen; das volle Ausmaß lässt sich allerdings bis heute nur erahnen. Die juristische Aufarbeitung dauert nach wie vor an - und geht 2020 in die entscheidende Runde. Jüngste Entscheidungen der Oberlandesgerichte geben Betroffenen jedoch Grund zur Hoffnung.

Die Gerichte geben den Klägern recht

Der Dieselskandal begann 2015, als bekannt wurde, dass VW in Fahrzeugen mit einem EA-189-Motor eine illegale Abschalteinrichtung verwendet hatte, um die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte für Autoabgase zu umgehen. Schnell wurde jedoch klar, dass auch andere Motorentypen und Hersteller betroffen waren. So gerieten nach VW auch Daimler, Porsche und Opel in den Fokus der Behörden. Dabei wird es allerdings wohl nicht bleiben, wie Marco Rogert von der Rechtsanwaltskanzlei Rogert & Ulbrich prognostiziert. Der Jurist geht davon aus, dass 2020 weitere Hersteller und auch Motorentypen betroffen sein werden - insbesondere EA-288-Motoren und damit auch Euro-6-Diesel. Nicht auszuschließen sei auch, dass der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Werte von Benzinern auf den Prüfstand kommen.

Die Aussichten auf Schadenersatz stehen jedoch gut; bislang äußerte sich lediglich das Oberlandesgericht Braunschweig nicht im Sinne der Kläger. In Kleve urteilten die Richter sogar, dass ein Käufer selbst dann vom Vertrag zurücktreten kann, wenn ein Software-Update angeboten wird. Andere Gerichte sprachen sich auch gegen den Abzug der Nutzungskosten vom Schadensersatz aus. Da der Abgasskandal trotz der Bemühungen der betroffenen Autohersteller nun auch den Europäischen Gerichtshof erreicht hat, sind schon bald höchstrichterliche Urteile zu erwarten.

Dieselskandal: Nach dem Rückruf schnell handeln

Aus verständlichen Gründen ist die Verjährungsfrist für Schadenersatzansprüche bei vielen Besitzern von Fahrzeugen mit illegaler Abschalteinrichtung ein wichtiges Thema. Entscheidend ist der Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Manipulation; ab diesem haben die Käufer drei Jahre Zeit, eine Schadenersatzklage einzureichen. Für die meisten Besitzer eines Fahrzeugs mit einem EA-189-Motor wäre diese Frist also spätestens Ende 2019 abgelaufen, schließlich begannen die ersten Rückrufaktionen im Jahr 2016. So einfach ist die Rechnung allerdings nicht, so bestreitet VW etwa bis heute, dass im Zuge der Abgasmanipulation überhaupt ein Schaden entstanden ist. Letztlich lässt sich aufgrund dieser unklaren Rechtslage auch hier keine allgemeingültige Aussage treffen - es kommt wie so oft auf den Einzelfall an. Ärgern dürften sich allerdings die rund 100.000 vom Rückruf betroffenen Audi-Kunden, da der Autokonzern anscheinend bereits in den Jahren 2003 bis 2010 Euro-4-Fahrzeuge mit illegalen Abschaltvorrichtungen ausgestattet hat und entsprechende Schadenersatzansprüche bereits verjährt sind. Wer nicht das gleiche Schicksal erleiden möchte, sollte seine Ansprüche also schnellstmöglich prüfen lassen.

Rogert & Ulbrich verhalfen schon Tausenden zu ihrem Recht

Die Rechtsanwaltskanzlei Rogert & Ubrich hat sich nicht zuletzt aufgrund ihrer besonderen Expertise im Verbraucherschutz viel Renommee erworben. Derzeit beschäftigt sich die Kanzlei intensiv mit den juristischen Nachwirkungen des Abgasskandals und vertritt sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen und Kommunen, die als geschädigte Fahrzeugkäufer davon betroffen sind. So konnten sie bereits für mehrere Tausend Fahrzeugbesitzer Entschädigungen erwirken; weitere 12.000 Verfahren sind noch anhängig.

Darüber hinaus vertreten die Rechtsanwälte Professor Dr. Marco Rogert und Tobias Ulbrich auch den Bundesverband der Verbraucherzentralen (bvbz) im Rahmen der R|U|S|S Litigation. Dabei handelt es sich um eine anwaltliche Spezialgesellschaft, die eine Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG führt. Den rechtlichen Hintergrund bildet die neu eingeführte Möglichkeit der Verbraucherschutzverbände, Klagen gegen Unternehmen einzureichen, wenn eine Mindestanzahl von Verbrauchern betroffen ist. Marco Rogert zeigt sich in dieser Sache zuversichtlich - zuletzt signalisierte VW die Bereitschaft, einem Vergleich zuzustimmen. Das ist eine gute Nachricht für die rund 430.000 geschädigten Fahrzeugkäufer, die sich dieser Klage angeschlossen haben.