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Business Process Automation vs. Robotic Process Automation: Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Überblick

Business Process Automation

Der digitale Wandel bringt immer mehr Möglichkeiten zur Automatisierung von Prozessen hervor. Im administrativen Bereich hat sich hierfür unter anderem der Begriff Business Process Automation (BPA) etabliert. In jüngster Vergangenheit ist zudem das Themenfeld Robotic Process Automation (RPA) in den Fokus gerückt. Wo die Unterschiede zwischen den beiden Ansätzen liegen, beleuchtet dieser Artikel.

Business Process Automation (BPA) vs. Robotic Process Automation (RPA): Grundlegendes

Per Definition fokussiert sich Business Process Automation auf die Optimierung bestehender Geschäftsprozesse. Nicht funktionierende oder suboptimale Prozesse werden hierbei neu aufgesetzt. Es handelt sich bei BPA also nicht um eine spezifische Software-Lösung, sondern vielmehr um einen Ansatz zur Steigerung der Prozesseffizienz und der Wertschöpfung im gesamten Unternehmen. Im Regelfall werden Geschäftsprozesse im Rahmen von Business Process Automation zudem "End-to-End", also umfassend, optimiert. Hierbei erfolgen in aller Regel Eingriffe in vorhandene Systeme wie ERP und CRM.

Demgegenüber ist Robotic Process Automation (RPA) eine Technologie, bei der Software-Roboter vorhandene Systeme bedienen und hierbei die Vorgehensweise menschlicher Mitarbeiter imitieren. Eine Veränderung der Software-Lösungen wie ERP ist nicht erforderlich. Somit unterscheidet sich RPA deutlich von traditionellen Optimierungsansätzen, bei denen stets ein Eingriff in die vorhandene Systemlandschaft notwendig war. Zudem zielt RPA insbesondere auf die Automatisierung von Aufgaben ab, die gut strukturiert sind und sich in hoher Frequenz wiederholen.

Als Zwischenfazit kann festgehalten werden, dass sich BPA und RPA zwar unterscheiden, jedoch auch kombiniert einsetzbar sind.

RPA-Markt wächst massiv

RPA-Lösungen sind seit einigen Jahren gefragt. Dies bestätigt auch der renommierte Professor Wil van der Aalst von der RWTH Aachen. Bereits im Jahr 2018 merkte er in einer Ausarbeitung an, dass RPA von Unternehmen aktuell als Möglichkeit zur schnellen Erzielung eines Return on Investment (RoI) gesehen wird. Auch das Angebot an RPA-Lösungen wächst laut van der Aalst enorm.

Potenzial sieht der Experte zudem im kombinierten Einsatz von Robotic Process Automation, künstlicher Intelligenz und Machine Learning. So könnten "intelligente" Software-Bots beispielsweise unterbrechungsfrei weiterarbeiten, obwohl sich die Benutzeroberfläche verändert hat. Zudem könne KI das menschliche Verhalten nachahmen - etwa bei der simultanen Arbeit mit mehreren verschiedenen Applikationen.

Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine ebenfalls interessant

Wenn es gelingt, KI verstärkt in RPA-Lösungen einzusetzen, so werden die Einsatzmöglichkeiten der Prozessautomatisierung noch größer. Diese Einschätzung teilt auch Wil van der Aalst. In diesem Fall seien komplexere und weniger regelbasierte Workflows abbildbar. Voraussetzung sei, dass die Algorithmen aus den menschlichen Problemlösungen lernen. Nur ein Beispiel ist das Verhalten bei auftretenden Systemfehlern oder bei Änderungen von Eingabeformularen.

Doch auch das Zusammenspiel von Software-Robotern und Menschen ist laut van der Aalst interessant. So könnte der Bot ungewöhnliche Vorgänge an seine menschlichen Kollegen weiterreichen, den Vorgang jedoch weiter beobachten, um daraus zu lernen. Im Laufe der Zeit wäre er dann in der Lage, auch in Ausnahmefällen eigenständig zu agieren.