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Jens Kunath unterstützt Waisenhaus in Südafrika

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Jens Kunath (41) ist Serial Entrepreneur, ein erfolgreicher Unternehmer, der Firmen in Serie gründet. Seit zehn Jahren verbringt er die Hälfte des Jahres in Kapstadt in Südafrika. Dort genießt er nicht nur das süße Leben und den Sonnenschein, sondern hilft auch Menschen, die täglich ums Überleben kämpfen müssen und Hilfe benötigen. Wir haben mit ihm über seine Projekte gesprochen.

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Jens Kunath und das House of Grace

Redaktion: Herr Kunath, Sie engagieren sich in Südafrika für verschiedene Projekte, um den Ärmsten und Hilfebedürftigen direkt Hilfe zukommen zu lassen. Was konkret tun Sie dort?

Jens Kunath: Besonders am Herzen liegen mir Kinder in Südafrika, die keine Eltern mehr haben, kaum eine Perspektive im Leben haben und die ohne Hilfe nicht überleben könnten. Ich selbst habe zwei Kinder und es tut mir weh, diese armen Waisenkinder zu sehen. In Südafrika erhalten Waisenkinder nicht die umfassende staatliche Unterstützung, wie wir das aus Deutschland kennen. Ohne Menschen, die sich für diese Kinder engagieren, hätten diese armen Wesen keine Zukunftsperspektive.

Redaktion: Welches Projekt unterstützen Sie aktuell?

Jens Kunath: Das jüngste Spendenprojekt ist ein Waisenhaus in Klipheuwel, in der Nähe der Weinregion in Stellenbosch. Die Geschichte zu diesem Waisenhaus "House of Grace" ist sehr berührend.

Die Geschichte von Aletta

Redaktion: Erzählen Sie uns bitte mehr davon.

Jens Kunath: Aletta, eine 61-jährige weiße Südafrikanerin, hatte selbst eine schwere Kindheit. Ihre Mutter war Prostituierte, ihr Vater verließ die Familie, als Aletta noch ganz klein war. Als Straßenkind wuchs sie ohne Geld auf und bekam kaum etwas zu essen. Täglich kämpfte sie ums Überleben. Das Glück war ihr hold, sie wurde adoptiert und konnte so in normalen Verhältnissen aufwachsen. Sie gründete eine Familie und bekam vier eigene Kinder. Nachdem sie sich bereit erklärt hatte, ein Waisenkind aufzunehmen, meldete sich die Polizei bei ihr und brachte ihr ein solches Kind. Das war vor 16 Jahren. Sie adoptierte das Kind. Danach meldete sich die Polizei immer wieder bei ihr und fragte, ob sie bereit sei, ein weiteres Kind zu adoptieren. Aletta brachte es nicht übers Herz, auch nur ein Kind abzulehnen.

Mittlerweile hat Aletta 25 Kinder adoptiert, die alle in ihrem privaten Haus wohnen. Das älteste adoptierte Kind ist 16 Jahre alt, das jüngste gerade einmal ein Jahr. Aletta erhält keine staatliche Unterstützung, sie hat kein Personal, das sie bei den täglichen Aufgaben unterstützt. Sie versorgt 25 Kinder und ermöglicht ihnen so eine Zukunft. Natürlich ist das Leben ein täglicher Kampf, denn Aletta fehlt das Geld, um den Kindern Kleidung und Essen zu kaufen. Sie ist auf private Spenden angewiesen. Sie selbst verzichtet auf alle Annehmlichkeiten, selbst für den Friseurbesuch bleibt kein Geld.

Der Tag der 61-Jährigen beginnt um 5.00 Uhr, sie weckt die Kinder, bereitet sie für die Schule vor. Anschließend fährt sie die Kinder in die 18 Kilometer entfernte Schule. Da nicht alle Kinder in ihr Auto passen, muss sie den Weg dreimal fahren. Zurück zu Hause wäscht sie die Wäsche ihrer 25 Kinder und putzt das Haus. Am Nachmittag werden die Kinder wieder aus der Schule geholt, sie hilft bei den Hausaufgaben und kümmert sich, so gut es geht, um jedes einzelne ihrer Kinder.

Unterstützung für das Waisenhaus

Redaktion: Was für eine ergreifende Geschichte. Wie sind Sie auf das Waisenhaus gekommen beziehungsweise wie haben Sie Aletta kennengelernt?

Jens Kunath: In meinem Sportclub in Cape Town habe ich mit einem Personal Trainer gesprochen, der mir von dem Waisenhaus erzählt hat. Er selbst fährt jeden Sonntag zu den Kindern und spielt mit ihnen Fußball. Als ich die Geschichte gehört habe, war mir sofort klar, dass ich das House of Grace ebenfalls unterstützen werde.

Redaktion: Was meinen Sie, woher diese Frau die Kraft nimmt, sich so für diese vielen Kinder zu engagieren?

Jens Kunath: Aletta hat selbst erlebt, wie grausam das Leben als Waisenkind auf den Straßen Südafrikas ist. Sie hatte das große Glück, in eine Familie aufgenommen zu werden. Von diesem Glück möchte sie anderen Menschen etwas zurückgeben. Aletta ist sehr gläubig. Sie sieht es als ihre von Gott gegebene Aufgabe an, diesen Kindern zu helfen.

Redaktion: Wie konkret haben Sie das Waisenhaus unterstützt?

Jens Kunath: Ich habe Aletta 60.000 Rand zur Verfügung gestellt. Dieses Geld nutzt sie, um Essen und Kleidung für die Kinder zu kaufen. Aber sie hat davon auch Computer gekauft, um den Kindern den Zugang zum Wissen zu ermöglichen und sie für die Zukunft bestens zu rüsten.

Redaktion: Werden Sie das Waisenhaus weiterhin unterstützen?

Jens Kunath: Selbstverständlich. Ich fahre jedes Jahr mit meiner Frau und unseren beiden Kindern zum House of Grace. Wenn Hilfe benötigt wird, werden wir helfen.

Redaktion: Warum unterstützen Sie so direkt kleine Einrichtungen und spenden das Geld nicht an Hilfsorganisationen, die professionell helfen können?

Jens Kunath: Ich bevorzuge direkte Hilfe, ohne Verwaltungsgebühren von Hilfsorganisationen. Das Geld kommt direkt da an, wo es dringend gebraucht wird. Außerdem ist es keine anonyme Spende, um das eigene Gewissen zu beruhigen, sondern man erlebt persönliche Schicksale und viel Dankbarkeit.

Aletta schickte mir am Abend nach unserem ersten Besuch folgende SMS: "God had love in his eyes for House of Grace when you came through our gate. May his love always be with you and the family."

Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch.

Jens Kunath: Sehr gerne.