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Container als Geldanlage

Container Geldanlage

Rund 1,2 Milliarden Euro haben Anleger im Jahr 2013 in Container investiert. Der größte Anbieter in diesem Bereich spricht von über 62.000 Kunden. Die Geldanlage in Container bietet eine mittlere Laufzeit, eine gute Rendite und einen Markt, der um einiges stabiler läuft als der für Containerschiffe.

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Die Container-Geldanlage als Fonds oder Direktinvestment

Bei einem Container-Fonds beteiligt sich der Anleger an einem großen Portfolio verschiedener Container, welche meistens an unterschiedliche Reedereien vermietet sind. Die Auszahlungen an die Anleger speisen sich aus Container-Mieten und aus Verkaufserlösen der Container am Ende der Laufzeit. Hierbei gibt es für den Anleger keine Garantien, d.h. Schwankungen der Marktpreise, Mieterausfälle, Wechselkursschwankungen usw. können sich sowohl positiv als auch negativ auf die Rendite der Geldanlage auswirken.

Direktinvestments sind eine weitere Variante der Container-Geldanlage und zeichnen sich meist durch eine vertraglich zugesicherte Miete aus. Hier erwirbt der Anleger einen oder mehrere Container direkt. Diese werden dann unter der Verwaltung des Anbieters an Reedereien weitervermietet. Am Ende der Laufzeit werden die Container vom Anbieter zurückgekauft. Der Rückkaufpreis ist teils garantiert und teils prognostiziert. Bei Direktinvestments mit einer Laufzeit von fünf Jahren wird der Rückkaufpreis nicht garantiert, weil sonst die Abschreibungen vom Anleger nicht steuermindernd berücksichtigt werden können.

Die Eckdaten einer aktuellen Geldanlage in Container der Firma Magellan Maritime Services aus Hamburg lauten wie folgt:
  • Erwerb von 40-feet-HighCube-Neucontainern (3.975,- € pro Stück)
  • Garantierte Miete: 11,85 % p. a. (1,29 € pro Tag und Container)
  • Laufzeit: fünf Jahre, vierteljährliche Auszahlung der Miete
  • Rückkauf zum prognostizierten Rückkaufswert von 2.695,- €
  • Rendite: 6,33 %, kein Agio, Mindestabnahme: zwei Container
  • Seit Beginn der Angebote im Jahr 2005 wurden alle Mietzahlungen und Rückkaufpreise zu 100 % erfüllt.

Risiken der Container-Geldanlage begrenzen

Die hauptsächlichen Risiken des Containermarktes sind im Allgemeinen das Mietausfallrisiko und Wechselkursschwankungen (Containermieten werden allgemein in USD abgewickelt). Dank einer in Euro garantierten Miete bieten die Direktinvestments hier Vorteile für Anleger. Zahlt eine Reederei ihre Containermieten nicht, so muss zunächst der Anbieter des Direktinvestments dafür geradestehen. Bei einem Containerfonds trägt der Anleger dieses Risiko direkt. Bei massiv auftretenden Mietausfällen seitens der Reedereien könnte letzten Endes der Garantiegeber selbst insolvent werden, d. h. die Garantie wäre für den Anleger wertlos. Im Allgemeinen kann man aber davon ausgehen, dass der Anbieter eines Direktinvestments - der selbst mit im Risiko steht - seine Mieter von vornherein anders auswählt als jemand, der dieses Risiko nicht trägt (Containerfonds).

Container im Vergleich zum Containerschiff

Nach der Bestellung eines Containerschifs vergehen ca. 1,5 bis 2,5 Jahre bis zu seiner Ablieferung. Durch diese lange Vorlaufzeit entstehen im Markt für Containerschiffe die typischen sogenannten "Schweinezyklen". Das bedeutet: Selbst in einer Krise, wenn man eigentlich keine weiteren Containerschiffe benötigt, werden immer noch Neubauten abgeliefert, weil sie eben noch vor der Krise bestellt wurden.

Der Markt für Container läuft anders, weil ein neuer Container sehr kurzfristig (wenige Wochen) nach seiner Bestellung zur Verfügung steht. Deshalb werden Container sehr zeitnah und nur bei unmittelbarem Bedarf bestellt. Deswegen wurde zum Beispiel in Zeiten der Finanzkrise fast kein neuer Container gebaut. Hinzu kommt, dass ein Container im Durchschnitt nur ca. zwölf Jahre im Seeverkehr einsetzbar ist. Wenn nichts gebaut wird, nimmt der Weltcontainerbestand um ca. acht Prozent pro Jahr ab. Ein Containerschiff "lebt" dagegen mit durchschnittlich 25 Jahren deutlich länger.

Im Gegensatz zum Containerschiff passt sich also der Bestand an Transportcontainern sehr schnell an den weltweiten Bedarf an. In der Folge sind die Ausschläge bei den Containermieten geringer als bei den Charterraten im Schiffsmarkt. Damit sind auch Container-Geldanlagen stabiler.

Darüber hinaus gibt es bei einem Container fast kein Betriebskostenrisiko, wohingegen im Schiffsbereich die Kosten für Mannschaft, Schmierstoffe, Versicherungen und Instandhaltung nicht selten auch mal höher ausfallen als ursprünglich gedacht. Die Container-Geldanlage kennt also diese Art Risiken fast nicht.